
Resistance: Retribution
Resistance: Retribution Test / Review
Mit dem Schritt von der Konsole auf den Handheld hatte schon manche Serie ihre Probleme. Nach zwei erstklassigen PS3-Egoshootern wagt Sony nun auch mit Resistance den nicht ganz unproblematischen Versuch, das Spielerlebnis auf ihr portables Flagschiff zu bringen.
In der Vergangenheit erwies sich schon mehrmals das Fehlen des zweiten Analog-Sticks für PSP-Portierungen bekannter PS2 und PS3 Franchisen als nicht zu unterschätzenden Stolperstein. Gerade bei (Ego-) Shootern wird vom Spieler und damit letztlich auch von der Hardware grosse Präzision und Reaktionsschnelligkeit gefordert. Schon allein aufgrund deren Grösse ist dies keinesfalls eine Stärke der kompakten Handheld-Konsolen.
Bei Resistance Retribution haben die Entwickler deshalb nicht nur die Perspektive geändert, sondern gleichermassen das Steuersystem an die veränderten Hardwarebedingungen angepasst. Den kleinen Analog-Stick nutzt ihr, um euch durch die Levels zu bewegen, die vier Aktionstasten dienen zum Anpassen der Blickrichtung und die Schultertasten zum Feuern – im Grunde also das gleiche Schema, wie es auch bei dem PS3-Vorbild zum Einsatz kommt. Das Ausrichten der Blickrichtung zur Fortbewegung und Orientierung über die vier (nicht analogen) Tasten klappt problemlos, das punktgenaue Anvisieren entfernter Feinde würde damit aber zur echten Qual. Deshalb spendieren euch die Entwickler auch eine willkommene Zielhilfe: Befindet sich ein Gegner innerhalb des rechteckigen, stets eingeblendeten Bereichs, wird er automatisch ins Visier genommen – und bleibt auch bei Bewegungen eurerseits solange im Fadenkreuz, wie er sich noch innerhalb des grosszügig dimensionierten Zielbereiches befindet.
Wer nun anhand dieser effizienten Zielhilfe zu wenig Herausforderung befürchtet, den kann ich an dieser Stelle beruhigen: Zum einen habt ihr es ständig mit mehreren Gegnern zu tun, zum anderen bewegen sich diese auch verhältnismässig schnell. Somit ist eine hohe Reaktionsschnelligkeit trotz der Zielautomatik überlebenswichtig. Zum anderen gibt es beispielsweise Gegner, die deutlich einfacher durch manuelles Anvisieren derer übergrossen Ballonköpfe niedergestreckt werden können (und sollten). Hier lohnt sich das Umschalten auf die manuelle Zielfunktion mit einem Druck auf das Steuerkreuz. In diesem Zielmodus nähert sich die Kamera weiter an euren Charakter heran, wodurch selbst über die vier Aktionstasten eine genaue Justierung des Fadenkreuzes möglich wird. All dies führt dazu, dass die Zielhilfe genügend stark eingreift, um die Action stets flüssig zu halten, euch gleichzeitig aber nicht einer gewissen Herausforderung beraubt.
Weiterhin sorgt ein ebenfalls automatisches Deckungssystem für zusätzlichen Tiefgang. Nähert ihr euch bei Feindkontakt an ein Objekt an, geht der Held automatisch hinter diesem in Deckung. Mit einem einfachen Druck auf die Abzugs-Taste erhebt ihr euch aus der schützenden Position und nehmt den Gegner in der Folge auf Korn. Zwar funktioniert das Deckungssystem die meiste Zeit hervorragend, dennoch sollte man an dieser Stelle nicht verschweigen, dass es auch Momente gibt, in denen man aufgrund einer nicht Beabsichtigten Deckungseinname dem feindlichen Feuer kurzzeitig gnadenlos (und unverschuldet) ausgeliefert ist. Dies kann insbesondere in engeren, verwinkelten Arealen ab und zu passieren. Dem Spielspass tut dies zwar keinen Abbruch – führt es aber bei einer schon knappen Lebensleiste zum Tod, sind kürzere Schimpftiraden verständlich.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Sony Bend Studios
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8




