
Resident Evil: Operation Raccoon City
Resident Evil: Operation Raccoon City Test / Review
Resident Evil: Operation Raccoon City ist der neuste Teil der Resident Evil Serie. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist dieses Spiel ein Third-Person Shooter. Ob das neue, gemäss Aussagen der Entwickler revolutionäre Spieldesign überzeugen konnte, könnt ihr im nachfolgenden Review nachlesen.
Der neuste Teil von Resident Evil gibt die Handlung zwischen Teil 2 und 3 wieder, jedoch aus Perspektive der Umbrella Corporation. Die Geschichte startet damit, dass ein Team der USS (Umbrella Security Service), das sogenannte Wolfpack, nach Raccoon City zurückkehrt um den G-Virus von Dr. William Birkin sicherzustellen und die Übergabe an das US Militär zu verhindern. Des Weiteren gilt es den Unfall mit dem T-Virus zu vertuschen und jeden Zusammenhang mit der Umbrella Corporation zu beseitigen. So zählen diesmal nicht nur Zombies zu den Gegnern, sondern auch Söldner und das US Militär.Der Kampagnen-Modus, welcher aus 7 Missionen besteht, startet mit der Team-Selektion. Bei der Auswahl sucht man sich seinen eigenen Charakter als auch 3 weitere Teammitglieder aus. Total gibt es 6 verschiedene Charaktere, wobei jede Figur eine unterschiedliche Rolle (Sanitäter, Aufklärer oder Wissenschaftler) und damit seine eigenen Spezialfähigkeiten hat. Im Gameplay finden sich jedoch nur geringe Unterschiede. Nach der Auswahl des Teams folgt eine kurze Videosequenz, welches die Story erzählt. Die Story ist jedoch äusserst simpel, wenn man denn überhaupt einen klaren Zusammenhang im eher wirren Geschichtsstrang erkennen kann. Nach erfolgreichem Abschluss einer Mission wird das Team per Funk an den nächsten Einsatzort geleitet, wo man sich dann durch tunnelartige Levels kämpft und am Ende einem Bossgegner gegenüber steht. Doch leider sind diese Kämpfe mehr Qual als Vergnügen. Die Duelle gestalten sich zu langatmig als dass echte Spannung oder Spass aufkommen würde und dies zieht sich leider durchs gesamte Spiel. Die durchschnittliche Spielzeit für den Story Modus ist mit 5-8 Stunden zudem recht kurz.
Doch nicht nur die fehlende Story und das zu lineare Spieldesign lassen den neusten RE-Teil in schlechtem Licht erscheinen. Die KI der Teammitglieder und auch jene der Gegner ist schlicht gesagt unterirdisch. Die eigenen Teammitglieder laufen des Öfteren in Wände, schiessen Ziellos in der Gegend rum oder rennen mitten in Gegnergruppen. Im Kampf benötigen sie eine gefühlte Ewigkeit, bis sie ein Gegner erledigt haben. Bei den gegnerischen NPC’s sieht’s nicht viel besser aus. Diese Treffen zum Teil so miserabel, dass man einfach stehen bleiben und die Deckung komplett ausser Acht lassen kann. Doch das schlimmste am Ganzen ist wohl, dass diverse Gegner trotz eines Kopfschusses nicht sterben wollen. Den Sinn dahinter kann ich in einem Shooter schlicht nicht erkennen. Da die Gegner mit Blei vollgepumpt werden müssen, findet man sich auch gerne mal ohne Munition wieder. Fairerweise muss man hier aber erwähnen, dass das Spiel auf den Kooperationsmodus ausgelegt wurde und nicht auf die Einzelkampagne, doch eine bessere KI wäre dennoch wünschenswert gewesen.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Slant Six Games
- Publisher: Capcom
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 22.03.2012 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein



