Journey

Journey Test / Review

So schön wie eine zarte Blume in der Wüste.

Journey Gameplay
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Konventionell waren die Ideen von Game Designer Jenova Chen und seinem Team noch nie. Zuletzt spielte man als Windhauch mit den bunten Blütenblättern majestätischer Wiesen in Flower, davor kämpfte man sich als lumineszenter Mikroorganismus durch die Nahrungskette einer Wasserwelt. Mit Journey kommt thatgamecompany dem herkömmlichen Konzept eines Spiels zumindest oberflächlich noch am nächsten, doch es ist vor allem die charakteristische Kombination von wunderschönen Bildern und emotionalem Sounddesign, das einem ein strahlendes Lächeln und ungläubiges Staunen aufs Gesicht zu zaubern vermag.

Journey beginnt inmitten einer scheinbar endlosen Wüste, in der eure Figur, in einen roten Umhang gehüllt, erwacht. Nach einigen Schritten auf die Klippe einer Sanddüne erblickt man am Horizont einen gewaltigen Berg, von dessen Spitze aus ein gleissendes Licht erstrahlt. Intuitiv beginnt man, in Richtung des überragenden Massivs zu wandern, ohne wirklich etwas über sich oder die Umstände, wie man in diese glühende Hitze gekommen ist, zu erfahren. Das Spiel bleibt bewusst geheimnisvoll und die kryptischen Anhaltspunkte über eine gefallene Zivilisation oder eure Rolle darin bleibt selbst am Ende eurer Reise offen für Interpretationen. Doch gerade die Tatsache, dass nur schwer zu erahnen ist, was wohl als Nächstes auf einen zukommen mag, macht die Entdeckungsreise zu einem unvergleichlichen Erlebnis.

Zugegebenermassen ist das Gameplay reichlich simpel gehalten, kann euer elegant gekleideter Wanderer doch zu Beginn nur laufen und "singen." Nach kurzer Zeit allerdings erreicht man einen magischen Schrein, der euren Umhang um einen modischen Schal ergänzt. Wer jetzt glaubt, das winterliche Accessoire hätte in der brütenden Wüstensonne keinen Nutzen täuscht, denn bald findet man zwischen im Sand vergrabenen Ruinen scheinbar lebendige Stücke des gleichen Stoffs, aus dem auch die rote Kleidung des Reisenden zu sein scheint. Auf Berührung oder wenn man zu ihnen singt, beginnt der Schal mit weissen Symbolen zu leuchten, was zu kurzen Sprüngen verwendet werden kann, ehe die Energie wieder erlischt. Durch das Aufsammeln verborgener Glyphen lässt sich der Schal zudem verlängern, wodurch man im späteren Verlauf grosse Distanzen sogar im Flug überwinden kann.

Dies allerdings wie gesagt nur, sofern ihr mit den roten Tüchern in Berührung kommt, welche als wehende Banner oder verspielt im Wind flatternde Fetzen und später sogar in Form von  aquatischen Tieren zu finden sind. Nicht selten müssen sie jedoch aus verschlossenen Käfigen befreit oder hervorgelockt werden, was einigen Abschnitten eine kleine Rätselpartie abverlangt. Dennoch sollte man Journey nicht mit einem traditionellen Spiel vergleichen, denn zum einen führt einen das Leveldesign und die eigene Neugier instinktiv auf die richtige Spur, zum anderen ist es eigentlich unmöglich, zu scheitern oder zu sterben. Vielmehr wirkt der Titel wie ein interaktiver Tourguide vorbei an malerischen Landschaften, die zum Sightseeing einladen. Wer zudem mit dem PSN verbunden ist, kann gelegentlich auf gleichgesinnte Wanderer treffen und sich ihnen wahlweise anschliessen oder alleine auf Erkundungsreise gehen.

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Game Info

PlayStation Network Download
  • Genre: Adventure
  • Entwickler: thatgamecompany
  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 2
  • Releasedatum: 14.03.2012 (erschienen)

  • 1080p Modus: Ja
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 591 MB

Leserwertung

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