Twisted Metal

Twisted Metal Test / Review

Todgeglaubte leben länger: Gut sieben Jahre nach dem letzten PS2-Auftritt meldet sich der Vater der modernen Car-Combat Games auf der PlayStation 3 zurück. Doch kann das Genre auch heute noch gefallen?

Obwohl man es tendenziell erwarten würde, gestaltet sich der Einstieg in Twisted Metal nicht gerade einfach. Dies liegt hauptsächlich am überraschend komplexen Steuerungsschema, welches ausnahmslos jedem Knopf auf dem PS3-Pad eine Funktion zuweist. Neben der Fahrzeugkontrolle (Gas, Bremse, Handbremse, Boost, Rückwärtsgang und Lenkung) will auch die Offensiv- und Defensivbewaffnung des eigenen Vehikels gehandhabt werden. Buttons für den Waffenwechsel, das Abfeuern von Primär- und Sekundärwaffen, das Aktivieren von Schilden sowie das Auslösen von Spezialangriffen lassen die Pad-Belegung letztlich zur echten Herausforderung für Einsteiger werden. Das Resultat ist eine zu Beginn etwas zu steile Lernkurve. Ein einfaches Pickup-And-Play Game ist Twisted Metal deshalb trotz Arcade-Charakter keinesfalls.

Daneben verlangen die generell hohe Spielgeschwindigkeit sowie das explosive, stellenweise gar etwas chaotische Geschehen auf dem Bildschirm eine präzise Kontrolle des eigenen Fahrzeuges. Speziell der Einzelspielermodus stellt den Spieler in regelmässigen Abständen vor echte Herausforderungen. Dies vornehmlich aus dem einfachen Grund, dass die Computergegner hauptsächlich den Spieler aufs Korn nehmen und sich untereinander meist verschonen. Aus dem "Jeder gegen Jeden" Kampf wird so eher ein "Alle gegen den Spieler" Gefecht.

Echtes Frustpotential bieten aber hauptsächlich die Renn-Events, in welchen ihr für ein Weiterkommen den ersten Platz belegen müsst. Da diese ebenfalls in den grossflächigen, offenen Levels  stattfinden, entwickelt sich bereits das Erkennen bzw. Lernen der Route zur mühseligen Trail & Error Angelegenheit. Beinahe unvorhersehbare Todesstürze ins Bodenlose sowie fiese Rammattacken der Konkurrenz dürften frustanfällige Zocker ebenso vor echte Motivationsprobleme stellen. Wer den Einzelspielermodus beenden will, sollte sich auf einige Neustarts gewisser Herausforderungen einstellen. Dank coolen Zwischensequenzen, abwechslungsreichen Spielmodi und einer Handvoll spektakulärer Bossfights kann die kurze Kampagne jedoch dennoch gefallen. Wer zudem einen Kollegen vor den Fernseher locken kann, darf die Kampagne auch kooperativ beschreiten. Bedauerlicherweise ist der Kooperativmodus aber nur via Split-Screen und nicht als Online-Modus verfügbar.

Generell sollte man den Einzelspielermodus aber als Einstieg und Training für kommende Mehrspieler-Matches sehen. Twisted Metal vermag nämlich erst im Kampf gegen menschliche Kontrahenten sein volles Potential zu entfalten. Erfreulicherweise bietet das Spiel dabei sowohl einen Online-Multiplayer als auch die Möglichkeit, gegen bis zu drei Kollegen vor einem Bildschirm in den Kampf zu ziehen. Die auf den ersten Blick eher chaotische Blechschlacht bietet nämlich ein äusserst gut ausbalanciertes Gameplay, das mit zunehmender Spielzeit einiges an taktischen Feinheiten offenbart. Dies wird letztlich auch durch das grösstenteils hervorragende Leveldesign ermöglicht. Wer nicht eine gute Balance aus radikalem Waffeneinsatz, Geschwindigkeit und der Suche nach Pick-Ups findet, wird kaum eine echte Chance gegen geübte Mitspieler haben.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Eat Sleep Play
  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 16
  • Releasedatum: 06.03.2012 (erschienen)

  • 1080p Modus: Ja
  • 4:3 Anpassung:
  • Sixaxis Support:
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

Leserwertung

Ihr sagt
8.2
Sehr Gut
Wir sagen
7.9
Gut
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2013 by 2PLAY.CH Schweiz