
Army of Two: The 40th Day
Army of Two: The 40th Day Test / Review
Die beiden raubeinigen Söldnerkollegen Rios und Salem melden sich mit Army of Two: The 40th Day auf der PS3 zurück. Diesmal verschlägt es die beiden Radaubrüder ins entlegene Shanghai, wo wiederum etliche Gegner geradezu auf eine Bleivergiftung zu warten scheinen...
Neben einem Wiedersehen mit den bekannten zwei Protagonisten erwartet die Spieler des Vorgängers auch im Bezug auf das Gameplay ein gewisses Deja-vu. Die Spielmechanik wurde dementsprechend zwar grösstenteils aus dem Erstling übernommen, gleichzeitig aber in vielen Punkten merklich verbessert. So werden sich Army of Two Veteranen zweifelsohne schnell heimisch fühlen, gleichzeitig aber nicht das Gefühl eines frischen Spielerlebnisses missen müssen.
Deshalb feiert das Aggro-System selbstverständlich bei Army of Two: The 40th Day ein Comeback. Nach wie vor zeigt ein Balken am oberen Bildschirmrand, welcher der zwei Teammitglieder momentan die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich zieht. Je offensiver einer der beiden Söldner im Kampf agiert, desto weniger wird sein Kollege von den Kontrahenten wahrgenommen und kann sich quasi unbemerkt auf dem Feld bewegen. Dies ist verständlicherweise eine ideale Voraussetzung, um gepanzerte Stellungen oder frontal mit schusssicheren Westen kaum verwundbare Bösewichte ungesehen zu flankieren und mit einer schnellen, seitlichen Feuersalve auszuschalten.
Das oben beschriebene Aggro-System ist nur ein Feature, welches den zu Grunde liegenden Kooperativcharakter des gesamten Spiels verdeutlicht. An vielen Stellen im Spiel ist ein Weiterkommen nur durch eine Zusammenarbeit mit dem Waffenbruder möglich. So können gewisse Türen oder Hindernisse lediglich zu zweit überwunden werden. Ferner geben euch tragbare Schilde die Möglichkeit, bei grossen Gegneransammlungen auf eine mobile Deckung zurückgreifen zu können: Während einer den Schild trägt und deshalb auf den Gebrauch seiner Handfeuerwaffe beschränkt ist, kann der Kollege sich ebenfalls an den Schild "anhängen" und mit voller Kraft aus der Deckung heraus feuern. Insgesamt wurde der regelmässige Zwang zur Teamarbeit aber im Vergleich zum Vorgänger stark reduziert. Dies beschert euch einerseits in der Wahl des Vorgehens mehr Freiheit und sorgt andererseits dafür, dass sich die Kooperativ-Elemente weniger schnell abnutzen.
Konsequenterweise offenbart Army of Two: The 40th Day – genau wie der Vorgänger – sein volles Spielspass-Potential erst zusammen mit einem menschlichen Mitspieler. Wahlweise online oder via Spilt-Screen an einer Konsole könnt ihr hier mit einem Kollegen in den Krieg ziehen. Erfreulicherweise könnt ihr eine im Solo-Modus begonnene Kampagne jederzeit mit einem Kollegen fortsetzen. Um aber mit einem Online-Partner gemeinsam zu spielen, muss dieser vor Beginn des Spiels mit euch Verbindung aufnehmen. Spielt ihr alleine, kann ein eingeladener Freund nicht zu jedem Zeitpunkt ebenfalls ins laufende Spiel einsteigen. Aus meiner Sicht ein Umstand, der unbedingt mit einem Patch bereinigt werden sollte.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: EA Montreal
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 13.01.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein




