
Mirror's Edge
Mirror's Edge Preview / Vorschau
Anlässlich des jährlichen "Press meets Publisher"-Events von ABC Software, dem schweizerischen Vertriebspartner von EA Games, konnten wir die ersten Schritte in der Welt von Mirror’s Edge wagen. Uns zur Seite stand dabei niemand geringerer als Manuel Llanes, der Producer des Spiels höchstpersönlich.
Wie bereits unlängst bekannt sein wird schlüpft der Spieler bei Mirror’s Edge in die Rolle von Faith, einem weiblichen "Runner". "Runner" sind im Grunde nichts anderes als Kuriere, die jedoch ohne technische Hilfsmittel mit reiner Muskelkraft und einem gewissen akrobatischen Geschick für die Auftraggeber einen Gegenstand von A nach B bringen. Doch auch wenn der Job als Runner eigentlich schon spannend genug sein könnte, dreht sich die Hintergrundgeschichte von Mirror’s Edge um die Entführung von Faiths Schwester. Mehr können (und wollen) wir an dieser Stelle aber dazu noch nicht verraten.
Bei der Einführung in Mirror’s Edge betonte Producer Manuel Llanes mehrfach, dass es sich nicht um einen First-Person-Shooter, sondern vielmehr um ein First-Person-Action-Adventure handelt. Diese Genre-Umschreibung ist insofern äusserst treffend, da der Einsatz von Waffengewalt beim jüngsten Titel aus dem Entwickler-Haus DICE keinesfalls im Vordergrund steht. Im Gegenteil: Nur sporadisch bekommt man ein Schiesseisen in die virtuellen Hände. Meist müssen die typischen Argumentationsverstärker wie Pistolen, Schrotflinten oder Sniper-Gewehr erstmals einem angreifenden Gegner aus den Händen gerissen werden. Entsprechend knapp (bzw. realistisch) ist demzufolge auch der Munitionsvorrat.
So ist es oftmals ratsam, den bewaffneten Gegnern gerade bei einer Überzahl aus dem Weg zu gehen. In bestimmten Gebieten sind direkte Konfrontationen jedoch unvermeidbar, weshalb die Protagonistin regelmässig auf ihre beachtlichen Nahkampfkünste zurückgreifen muss. Ist der Gegner so erstmals mit einigen Schlägen und Tritten eingedeckt worden, lässt er sich die mitgeführte Gun elegant auf Knopfdruck abnehmen. Ein kurzes, rotes Aufblinken derselben verrät zudem, wann der Zeitpunkt für den Waffenklau ideal wäre.
Die rote Farbe nimmt bei Mirror’s Edge generell eine zentrale Rolle ein. Der Pfad für ein direktes Weiterkommen ist in der Standardeinstellung stets rot markiert. Seien es eingefärbte Treppengeländer, Rohre, Türen oder Kisten – die roten Markierungen führen euch mit grosser Sicherheit zum Ziel. Gemeinsam mit den klaren Levelstrukturen werden so selbst Spieler mit einem eher geringen Orientierungssinn kaum länger als einige Minuten nach dem rechten Weg suchen müssen, was dem Spielfluss klar zugute kommt. Trotzdem sind aber schon in den gezeigten Levels schnellere, dafür anspruchsvolle Alternativwege zu entdecken. So werden auch Profis noch weiter gefordert.
Der Slogan "easy to pickup, hard to master" beschreibt den spielerischen Kern von Mirror’s Edge äusserst treffend. Bereits nach den ersten Minuten am Joypad klettert der geübte Gamer problemlos über die ersten Hindernisse, rutscht spektakulär unter Rohren hindurch oder schlägt die ersten Gegner KO. Die Steuerung ist dementsprechend grundsätzlich einfach gehalten: L1 für einen Sprung, L2 für einen Slide oder um sich Fallen zu lassen, R2 für den Angriff sowie R1 für eine schnelle 180 Grad Drehung. Allein über den gezielten Einsatz der beiden linken Schultertasten sind so bereits die aus dem Trailer unlängst bekannten Kunststücke möglich, die signifikant an den urbanen Trendsport Parkour erinnern. Trotz einer beachtlichen Anzahl von unterschiedlichen Moves und akrobatischen Kunststücken geht die Steuerung so nacht kurzer Eingewöhnungszeit ausgesprochen gut von der Hand.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: DICE Stockholm
- Publisher: EA Games
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 12.11.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




