Need for Speed: ProStreet

Need for Speed: ProStreet Test / Review

Nachdem Electronic Arts in den letzten Jahren die Serie jeweils beständig verbesserte, um das seit Need for Speed: Underground bekannte Gameplay noch weiter zu verfeinern, entschied man sich bei NFS: ProStreet für ein radikale Neuorientierung.

Dass solche tiefgreifenden Veränderungen in eine bereits längerfristig bekannte Franchise nicht ungefährlich sind, dürfte wohl jedem Leser verständlich sein. Dennoch ist es im Grunde äusserst löblich, dass gerade ein Publisher wie EA, welcher seit dem Anbeginn des Videospiele-Zeitalters für alljährliche Updates sämtlicher Produkte bekannt ist, diesen Schritt wagt. Bedauerlicherweise entpuppt sich die Neuorientierung aber bereits nach den ersten Rennen als nicht vollständig geglückt, so dass der jüngste Serienspross die Qualität der Vorgänger nicht zu erreichen vermag.

Need for Speed: ProStreet wendet sich vom Untergrund-Image ab und erzählt die Geschichte des jungen, aufstrebenden Ryan Cooper, der sich an zahlreichen, legalen Rennveranstaltungen einen Namen als Rennfahrer machen will. Die eher einfach gestrickte Storyline wird wie gehabt mit einigen Zwischensequenzen vorangetrieben, in welchen sich natürlich die potentiellen Gegner von Ryan zu Wort melden. Leider entdeckt man bereits hier das ersten Manko: Die Charaktere sind ziemlich stereotyp ausgefallen und wirken weit weniger fein ausgearbeitet als in den letzten Serienablegern. Selbst die in der Realität äusserst adrette Boxendame wirkt unnatürlich kantig und ist kaum die angestrebte Augenweide. Zudem kommt hinzu, dass die Sprecher zu keinem Zeitpunkt wirklich motiviert oder glaubhaft wirken, was die gesamte Synchronisation stark schmälert.

Doch war die Hintergrundgeschichte bei allen Vorgängern jeweils eher schmückendes Beiwerk, weshalb wir uns direkt in die Rennen stürzen. Das Spiel ist in zahlreiche Rennwochenenden und Events unterteilt. So benötigt man im Gegensatz zu Need for Speed: Carbon erfreulicherweise deutlich länger, um bis zum finalen Boss vorzustossen. Jede Veranstaltung besteht ihrerseits natürlich wieder aus verschiedenen Wettbewerben. "Grip Races" sind dabei normale Rundenrennen gegen bis zu acht Kontrahenten, von welchen es auch noch die Time Attack Variante gibt, wo alleine die beste Rundenzeit entscheidend ist. Bei den "Drift Races" geht es selbstverständlich darum, möglichst spektakulär um die Kurven zu heizen und damit Punkte einzufahren. Unter dem Titel "Drag Races" verstecken sich Beschleunigungsrennen, bei welchen ihr jeweils in drei Anläufen antreten müsst. Hier entscheiden hauptsächlich ein guter Start sowie ein präzises Schalten über Sieg oder Niederlage. Vor jedem Start müsst ihr hier jeweils in einem Minigame die Reifen mit einem beherzigten "Burnout" anheizen. Während dies anfänglich noch für Kurzweil sorgt, beginnt die Prozedur aber spätestens nach dem dritten Drag Wettbewerb mehr störend als angenehm aufzufallen, da ihr dies vor jeder der drei Runden vollziehen müsst.

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: EA Kanada
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 2
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 21.11.2007 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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