
Heavenly Sword
Heavenly Sword Preview / Vorschau
Beim Blick auf die weiteren Steuerungseigenschaften fällt schnell auf, dass keine Taste für das Blocken von feindlichen Angriffen reserviert ist. Und tatsächlich: Manuelles Blocken ist bei Heavenly Sword nicht möglich. Die Protagonistin blockt Angriffe stattdessen automatisch ab, sofern ihr nicht gleichzeitig zu einer Attacke ansetzt. Ob der Block jedoch gelingt, wird zusätzlich von Narikos aktueller Kampfstellung beeinflusst. Harte Angriffe können demnach beispielsweise nur in der "Power Stellung" bei gedrückt gehaltener R1 Taste vereitelt werden. Die Defensiv-Arbeit wird dem Spieler damit also keinesfalls völlig abgenommen! Um im Kampfgetümmel besser erkennen zu können, welche Angriffsart euch droht, werden die Gegner vor der Abgabe eines stärkeren Hiebes von einer farbigen Aura umgeben. Gelingt die Abwehr, kann durch korrekt getimtes zurückschlagen ferner ein überraschender, für den Kontrahenten nicht blockbarer Konter initialisiert werden.
Ein Sprungbutton fehlt ebenfalls gänzlich. Im Gegensatz zum automatischen Block geht durch die Unfähigkeit, jederzeit nach belieben Sprünge auszuführen, leider jedoch etwas von der möglichen Dynamik des Kampfgeschehens verloren. Dies fällt gerade im direkten Vergleich zu God of War auf, wo man selbst ohne die Plattform-Passagen regelmässig Gebrauch von der entsprechenden Taste macht. Zwar sind bei Heavenly Sword dennoch luftige Combos möglich, deren Ausführung erweisst sich aber als weit weniger intuitiv, als man es sich von besagtem Genre-Vertreter gewohnt ist. Wird ein angeschlagener Gegner erstmals mit einem wuchtigen Schlag in die Luft befördert, muss innert kurzer Zeit das Pad nach oben gerissen werden, damit Nariko ebenfalls zu einem beherzigten Sprung ansetzt, um das potentielle Opfer weiter mit Schlägen und Tritten einzudecken. Die Einbindung der Bewegungssensoren des PS3 SIXAXIS-Pads in die Kontrolle der Fights ist zwar durchaus löblich – im Endeffekt wäre mir persönlich aber ein einfacher Sprung-Button um ein vielfaches lieber als die hektischen Pad-Ausschläge. Dennoch sollte aber gesagt sein, dass das System nach einiger Eingewöhnung in der Praxis relativ gut funktioniert.
Das Kampfgeschehen zeigt sich als durchs Band rasant, schnell und äusserst actionreich. Meist steht man bei Heavenly Sword gleich einem ganzen Dutzend Feinden gegenüber, die sich keinesfalls zimperlich oder unbedacht in die Schlacht stürzen. Da kommt es äusserst gelegen, dass die Heldin nicht nur schnell und akrobatisch das himmlische Schneidwerkzeug schwingen kann, sondern auch in der Umgebung liegende Gegenstände als Wurfgeschosse zu nutzen weiss. So schleudert man den Kontrahenten mittels der X-Taste fröhlich Stühle, Früchte, Teller, Vasen, Messer, Schwerter oder gar bereits erledigte Kollegen entgegen. Wird die Taste nach dem Abwurf gedrückt gehalten, aktiviert sich eine Zeitlupe und die Kamera schwenkt flugs hinter den eben geworfenen Gegenstand. In diesem "Modus" kann die Flugbahn des Geschosses nachträglich (und damit fernab jeglicher Realitätsnähe) durch Kippen des SIXAXIS-Pads über die Bewegungssensoren noch beeinflusst werden. Dies wird zudem ferner an einigen Stellen für kleinere Rätseleinlagen verwendet.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Ninja Theory
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 17.09.2007 (erschienen)
- Sixaxis Support: Ja
- Grösse der Installation: 2048 MB




